Herzlich Wilkommen

Oktober 13, 2009

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Der Mensch gleicht einem Eisberg, von dem nur ein sehr kleiner Teil sichtbar ist. Es ist wohl der Beginn des erhabensten und gewaltigsten Abenteuers des Menschen, wenn er auf seinem Lebensweg versucht, sein natürliches Potential zu erkennen und zu befreien. Es heißt, das am Ende dieses Weges, die Quelle des Lebens selbst darauf wartet, von uns entdeckt zu werden.

 

 

Die Nachricht wird Gesundheitsexperten aufhorchen lassen – verspricht sie doch einen fantastisch preiswerten Weg zum Umgang mit Schmerzen: Zumindest im Tierversuch können US-Forscher belegen, dass sich ein schmerzstillender Effekt schlicht durch Trinken von reinem Wasser erreichen lässt.

US-Wissenschaftlern ist bei Ratten der Nachweis gelungen, dass die Aufnahme von Wasser eine bestimmte Region im Hirnstamm aktiviert. Dadurch werden Signale erzeugt, die den Schmerz unterdrücken.

„Es ist ein starker, ein sehr starker Effekt“, berichtet Peggy Mason von der University of Chicago im „Journal of Neuroscience“. Zusammen mit ihrer Kollegin Hayley Foo hatte sie untersucht, wie empfindlich Ratten auf Hitzeschmerz reagieren. Dazu erhitzten sie die Bodenplatte des Käfigs, während die Tiere Zuckerwasser oder reines Wasser zu sich nahmen.

Verglichen mit Ratten, die nichts tranken, reagierten die trinkenden Tiere deutlich verzögert auf den Hitzereiz. Egal, ob das Wasser süß oder rein war. Das zeige, dass die Kalorien vom Zucker nicht für die schmerzlindernde Wirkung verantwortlich sind, folgert Mason. Sondern allein die Flüssigkeit.

Als die beiden Forscherinnen eine Region im Hirnstamm der Ratten im Bereich des verlängerten Marks zerstörten, ließ sich das Empfinden von Schmerzen nicht mehr durch Wassertrinken dämpfen. Ein Beleg, dass diese Region des Gehirns für den Effekt verantwortlich ist.

In der natürlichen Lebenswelt von Tieren sei es von Vorteil, sich nicht ablenken zu lassen, wenn man die seltene Gelegenheit hat, zu essen oder zu trinken, sagte Mason. Offenbar gehen dann vom Hirnstamm Signale aus, die störende Empfindungen wie etwa Schmerzen unterdrücken.

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Quelle: welt.de Bild: yalesustainability.files.wordpress.com

Haben Schmerzen einen Sinn? Oder sind sie nicht einfach nur unsinnig? Mediziner Dietrich Grönemeyer und der Religionsphilosoph Jörg Splett debattierten kürzlich über das, was 13 Millionen Bundesbürger plagt. “Nicht jeder Schmerz dient dem Menschen”, sagt der Philosoph. Doch mit Schmerz äußere sich Gott “in Megafon-Stärke”.

Bei einer Diskussion der „Niels Stensen Akademie“ des Bistums und der Katholischer Hochschulgemeinde Osnabrück gaben der Bochumer Mediziner Dietrich Grönemeyer und der Offenbacher Religionsphilosoph Jörg Splett Antworten auf die vielschichtige Fragestellung „Schmerz: Sinn oder Widersinn?“.

Dietrich Grönemeyer forderte mehr finanzielle Mittel für die Palliativmedizin angemahnt. Damit sollten die Beschwerden der 13 Millionen Schmerzkranken in Deutschland gelindert werden, sagte Grönemeyer am Mittwochabend in Osnabrück. „Milliarden für Banken und die Autoindustrie, doch für die Heilung des Menschen fehlt das Geld!“ Aktive Sterbehilfe könne zu einem Zusammenbruch der Gesellschaft führen, warnte der Bestsellerautor

Als Gegenmaßnahme forderte der Verfechter einer ganzheitlichen Medizin ausreichende finanzielle Mittel, um die Beschwerden der 13 Millionen Schmerzkranken in Deutschland zu lindern. Er plädierte dafür, sich an die Erfahrungen des spätmittelalterlichen Arztes Paracelsus zu erinnern: Der kranke Mensch sei der Arzt und die Mediziner nur seine Gehilfen. Stattdessen lernten heute Ärzte während der Ausbildung nur die naturwissenschaftliche Seite des Körpers kennen. „Wichtig ist aber auch das Zuhören, denn auch seelische und geistige Prozesse müssen bei einer Schmerztherapie berücksichtigt werden“, forderte der Bestsellerautor.

Zugleich wies Grönemeyer auf die sinnvolle Funktion von Schmerzen hin: Sie übten als Sinneswahrnehmung eine biologisch notwendige Warnfunktion aus, die einen Defekt signalisiere. Da Schmerzen die gesamte Konstitution des Menschen treffen, gehöre zu Diagnose und Therapie auch eine Anamnese, also das eingehende Gespräch mit dem Patienten, bei dem die Vorgeschichte des erkrankten Menschen ermittelt und mit einbezogen werden sollte, so der Professor, der an der Universität Witten-Herdecke lehrt. Bei chronischen Schmerzzuständen oder im Endstadium einer bösartigen Erkrankung sei Leiden hingegen nutz- und sinnlos. Bis zur „Grenze der anderen Welt“ müssten dann Palliativ- und Schmerztherapie die Krankheit lindern, forderte Grönemeyer.

Die Ansicht, dass nicht jeder Schmerz dem Menschen diene oder vielleicht eine heilende Erfahrung bewirke, vertrat auch der Religionsphilosoph Jörg Splett. Zwar „flüstere Gott in unserer Freude, er spreche in unserem Gewissen und äußere sich in Megafon-Stärke“ bei Schmerz und Leid, so der Offenbacher Wissenschaftler. Dennoch könnten Betroffene manche vermeintliche „Sinngebung ihrer Schmerzen nur als zynisch empfinden“, meinte Splett. Andersherum: Wer urteile, dass gewisse Schmerzen keinen Sinn hätten, habe die Solidarität mit dem leidenden Menschen hinter sich gelassen, unterstrich der Philosoph. Schmerz und Leid riefen nach „solidarischem Widerstand“, um der Sprachlosigkeit und Selbstzentrierung des Betroffenen zu begegnen. Im aussichtslosen Krankheitsverlauf gelte es, mit dem Leidenden in das „Dunkle“ zu gehen, in die „Hoffnung wider Hoffnung“.

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Quelle: welt.de

Angstzustände könnten sich durch einfache Verhaltens-Technik behandeln lassen

Eine einfache Verhaltens-Technik kann helfen, traumatische Erinnerungen zu löschen: Wird die angstauslösende Erinnerung zurück ins Gedächtnis gerufen und direkt anschließend noch einmal mit einem Sicherheitsgefühl gekoppelt, überschreibt die neue Erinnerungs-Emotions-Kombination die alte.

Das haben US-Forscher jetzt bei Freiwilligen gezeigt, nachdem sie bereits Anfang des Jahres das Prinzip an Ratten nachgewiesen hatten. Entscheidend ist dabei vor allem das Timing der Neuverknüpfung: Sie muss innerhalb eines bestimmten Zeitfensters nach dem Wiederaufrufen der Erinnerung stattfinden, sonst wird die Angst lediglich unterdrückt und nicht gelöscht. Gelingt die neue Verbindung aber innerhalb des richtigen Zeitfensters, hält der Effekt mindestens ein Jahr an, berichten Daniela Schiller von der Universität von New York und ihre Kollegen.

Nach dem aktuellen Stand der Hirnforschung gehen Wissenschaftler davon aus, dass Erinnerungen nicht fest im Hirn verankert sind, sondern in einem dynamischen Prozess immer wieder hervorgeholt und neu abgespeichert werden. Darauf basiert auch eine Behandlungsmethode bei Angstzuständen beziehungsweise traumatischen Erinnerungen, die Extinktion: Dabei wird ein Prozess in Gang gesetzt, bei dem der Patient lernt, mit der Angst auslösenden Situation umzugehen. Er wird so lange in einer sicheren Umgebung damit konfrontiert, bis sich die Ängste mildern. Danach verschwindet die Angst für einige Zeit, Stress kann sie jedoch wieder auslösen. In ihrer aktuellen Studie fanden die Forscher nun heraus, dass sich die Wirkung dieses Ansatzes verbessert, wenn die Erinnerung zunächst angeregt wird.

An Ratten hatten sie diese Hypothese bereits getestet: Sie konditionierten die Tiere, indem sie sie Elektroschocks aussetzten und zeitgleich einen Ton abspielten. Später konfrontierten die Forscher dann eine Gruppe der Tiere kurz mit dem Ton, warteten etwas und setzten sie dann wieder dem Ton ohne den Elektroschock aus. Das Ergebnis: Einen Tag später zeigten diese Ratten keine Angst mehr vor dem Signal. In einer anderen Gruppe, die den Ton lediglich während der Extinktion hörten, löste dieser weiterhin Angst aus.

Das gelang jetzt auch beim Menschen: Die Forscher zeigten Probanden Bilder mit farbigen Quadraten, während diese leichte Stromstöße am Handgelenk spürten. Nach einer Zeit verbanden die Testteilnehmer Bild und Schmerz, und die Leitfähigkeit ihrer Haut als Maß für eine Angstreaktion änderte sich schon bei einer Konfrontation mit den Bildern. Einen Tag später behandelten die Wissenschaftler die Probanden mit Hilfe der Extinktion – einige, nachdem sie das Bild erneut gesehen hatten, andere ohne diese Erinnerung. Es zeigte sich, dass die Probanden, die vor der Extinktion mit den farbigen Quadraten konfrontiert wurden, noch ein Jahr nach der Behandlung keine veränderte Leitfähigkeit der Haut beim Anblick des Bildes zeigten. Das galt allerdings nur, wenn die Extinktion in einem bestimmten Zeitfenster, schätzungsweise etwa sechs Stunden, stattfand.

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Quelle: wissenschaft.de

Mentales Training – Übungen vor geistigem Auge schärfen die Sinne

Übung macht bekanntlich den Meister: Doch wer hätte gedacht, dass dies auch dann funktioniert, wenn die Übung allein in der eigenen Vorstellung stattfindet. Wer seine Sinne schärfen möchte, kann sich die zu lösende Aufgabe ebenso gut mehrmals vor sein geistiges Auge holen. Das zumindest behaupten Schweizer Forscher.

Mentales Training hilft nicht nur beim Sport beziehungsweise beim Lernen von Bewegungsabläufen, sondern auch bei Wahrnehmungsaufgaben. Zugute kommen könnte das Prinzip beispielsweise Radiologen, die meist jahrelang üben müssen, um ungewöhnliche Signale auf Röntgen- oder MRI-Aufnahmen zu erkennen – sie könnten möglicherweise davon profitieren, sich eine bestimmte Anomalie immer wieder genau vorzustellen, schreiben Elisa Tartaglia von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) und ihre Kollegen jetzt im Fachmagazin „Current Biology“.

Den Wissenschaftlern ging es in ihrer Studie um das sogenannte perzeptuelle Lernen, bei dem die Fähigkeit trainiert wird, geringe Unterschiede in einem Bild oder Abweichungen vom Hintergrund wahrzunehmen. Bisher gingen Psychologen davon aus, dass dazu immer wieder ein und derselbe Sinneseindruck nötig ist, der durch ständige Wiederholung mit der Zeit die Verbindungen zwischen bestimmten Nervenzellen im Gehirn verändert.

Doch offenbar funktioniert das Prinzip auch ohne diesen Sinneseindruck, wie nun die neue Studie zeigt. Darin hatten Tartaglia und ihr Team Freiwilligen beigebracht, möglichst schnell auf kleine Veränderungen in einem Strichmuster zu reagieren. Eine Gruppe hatte dazu immer wieder ein Bild aus drei Linien gesehen, von denen die mittlere mal etwas näher an der rechten und mal etwas näher an der linken auftauchte.

Die andere Gruppe sah hingegen nur die beiden äußeren Linien und sollte sich den dritten Strich dazwischen vorstellen. In diesem Test zeigte ein hoher oder ein tiefer Ton an, ob die Linie gedanklich eher nach rechts oder eher nach links verschoben.

Überraschenderweise schnitten beide Gruppen nach der Trainingsphase besser ab als zuvor, berichten die Forscher. Die Verbesserung in der Gruppe mit dem echten Strich-Training war allerdings etwas größer als in der anderen. Nichtsdestotrotz half ganz offensichtlich auch das mentale Üben dabei, die Wahrnehmungsfähigkeit zu verbessern.

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Quelle: welt.de

An der geplanten Massenimpfung gegen die Schweinegrippe gibt es weiterhin Kritik von Medizinern. Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, lehnt nach Angaben des Bielefelder “Westfalen-Blatts” eine solche Impfung ab, da der in Deutschland zugelassene Impfstoff Pandemrix aufgrund seiner Zusatzstoffe mit erheblichen Risiken behaftet sei.

Windhorst, der auch Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer ist, sagte der Zeitung: “Ich werde mich lediglich gegen die klassische Wintergrippe impfen lassen und nicht zusätzlich gegen die Neue Grippe.” Es gebe noch zu viele Fragezeichen. Deshalb müsse über die möglichen Nebenwirkungen umfassender aufgeklärt werden. Die Impfung gegen die normale Grippe sei wichtig, erklärte Windhorst.

US-Wirkstoff offenbar verträglicher

In den vergangenen Wochen hatten Kritiker wiederholt darauf verwiesen, dass der in den USA im September zur Anwendung freigegebene A(H1N1)-Impfstoff verträglicher sei als der von der Bundesregierung bestellte. So hatte der Ärztliche Direktor des Gemeinschaftskrankenhauses Witten-Herdecke, Stefan Schmidt-Troschke, erklärt, der für Deutschland georderte Impfstoff enthalte Verstärker, die das Immunsystem bei der relevanten Zielgruppe, nämlich junge Menschen, Schwangere und Kinder, stark schwächen könne.

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Quelle: tagesschau.de

Interview von Anne Devillard mit Hans-Peter Dürr:

“ Das bedeutet, dass Kreativität mit ständiger Anpassung zu tun hat. Aber es verlangt hohe Sensibilität und hohe Flexibilität, um an den Punkt zu gelangen, an dem man sich in der Öffnung befindet.

Ja, wir könnten auch sagen, das ist der Zustand der Leere. Aber diesen Punkt zu halten ist ganz schwierig, denn es braucht nicht viel und man fällt wieder raus. Es ist – wie schon erwähnt – wie bei einem Pendel. Ein Pendel unterliegt den gleichen Gesetzen wie wir. Wenn man es in Bewegung setzt, schwingt es um seine untere stabile Gleichgewichtslage. Wenn ich es aber zu seinem höchsten Punkt führe, seiner instabilen Gleichgewichtslage, so kann ich nicht mehr vorhersagen, was passieren wird, ob das Pendel nach links oder nach rechts fallen wird. Dieser instabile Punkt ist gleichzeitig die Stelle der höchsten Sensibilität und der größten Freiheit.”

Hans-Peter Dürr

An dieser Stelle nimmt das Pendel die ganze Welt wahr, ist in Kommunikation mit dem gesamten Universum. Es nimmt alles wahr: Alle Handlungen, Sie, mich, die Züge, die ankommen, die Lichtstrahlen, die geringsten Störungen. Hier bewirken die kleinsten Veränderungen in den Ursachen extreme Unterschiede in den Folgen, in unserem Gleichnis ein Fallen nach  rechts oder links. Der Instabilitätspunkt kennzeichnet die oft zitierte prekäre Kippsituation einer Wetterlage, wo der Flügelschlag eines Schmetterlings ausreicht, einen Taifun auszulösen. Die Instabilität wirkt wie ein gewaltiger Verstärker winziger Unterschiede in den Ursachen.

Die durch die Instabilität herbeigeführte hohe Sensibilität ermöglicht nun die „lebendigen“ Züge im Allerkleinsten der neuen Wirklichkeit aufzuspüren und sie in unserer Lebenswelt erfahrbar zu machen und dort praktisch zum Tragen zu bringen.

Es gibt aber ein Problem: Nachdem das Pendel den höchsten Punkt erreicht hat und dort die höchste Sensibilität eine zeitlang auskostet, passiert es diesen Punkt nicht ein zweites Mal, ohne dass es noch einmal angeworfen wird. Wie lässt sich die Zahl der Sensibilisierungen vermehren? Am einfachsten, indem wir den Pendelarm durch Herausziehen von Zapfen, von  Arretierungen in einen Doppelarm, Tripelarm usw. , also einem Pendel am Pendel, einem Pendel am Pendel am Pendel usw., verwandle. Wen wir diese Multipendel anwerfen, dann hat es viele instabile Kipp-Punkte, Verzweigungen, die es auch in wilder Folge unendlich oft besucht – wirklich unendlich oft natürlich nur, wenn es keine Reibungen gibt, die es erlahmen lassen. Wenn es also keine Reibungen gibt, gehen diese Multipendel unendlich oft durch die  Sensibilitätspunkte. Diese Multipendel (multi = mehr als zwei) nennen wir Chaospendel. Chaos scheint zu herrschen, weil wir nicht mehr ausrechnen können, wie es schwingen wird, denn durch die dauernden Verzweigungen öffnet sich für ihn ein großer Freiheitsraum, immer wieder verschiedene Möglichkeiten auszuwählen. Sie sind die Folge unendlich vieler Rendez-vous des Multipelpendels mit dem Universum. Doch das ist die Sprache der alten klassischen Vorstellung. In der Sprache der modernen Physik ist dieses Universum nicht ein Universum mit all seinen realen Teilchen, sondern es ist die a-materielle, nicht-auftrennbare Wirklichkeit, gewissermaßen ein „geistiger“, nur potentieller Hintergrund, der hier sensibel abgetastet wird und über den auf diese Weise erlebbare, doch nicht begreifbare „Antworten“ bezogen werden können. 

Nun werden Sie sagen: Ein Leben, wie wir es erleben, kann doch nicht auf solch wackliger Instabilität aufgebaut sein. Das kann doch nicht wahr sein! Wie kann jemand so viele Jahre überleben, wenn seine Lebendigkeit aus dauernden Verzweigung resultiert, denn nur da ist er eigentlich lebendig? Also die Frage: „Wie lässt sich Instabilität stabilisieren? Ist dies nicht ein Widerspruch in sich?“ So denken wir. Nein! Denn es handelt sich zunächst um eine „statische“ Instabilität. Beispiel: Ich stehe auf einem Bein: instabil!, auf dem anderen Bein: instabil! Und was mache ich, wenn ich gehe? Ich falle dauernd!? Aber ich habe zwei Beine und sie machen nicht das Gleiche. Ich falle bei einem Bein, doch bevor ich wirklich falle und am Boden liegen würde, bringe ich das andere Bein schnell nach vorne und fange es auf. Und dies im dauernden Wechsel. Das nennt man dynamische Stabilisierung. Ich bin mit beiden Beinen doppelt statisch instabil, aber ich stabilisiere mich dynamisch durch eine wechselseitig abstützende Bewegung. 

Voraussetzung ist eine präzise, unterschiedliche Bewegung der Beine, ein koordiniertes Kräftespiel von Kraft und Gegenkraft. Ihre Gegnerschaft ist kein Freund-Feind-Verhältnis, sondern verlangt Kooperation, um eine dynamische Balance zu ermöglichen. Dafür brauche ich Energie, d. h., dynamische Stabilisierung muss „gefüttert“ werden. Das Kräftespiel von Kraft und Gegenkräften verbraucht Energie. Deshalb ist Leben nur dort möglich, wo es einen Zufluss an arbeitsfähiger Energie gibt. Im Hintergrund befindet sich eine Energiepumpe, die sozusagen alles immer wieder aufrichtet. Die Energie hat nichts mit der „geistigen“ Beziehung zu tun, die wir in sensiblen Augenblicken wahrnehmen.
Wir Menschen sind ein Organismus, der, wie alles Lebendige, reich an sensiblen Schwebepunkten ist. Und wir sind umso kreativer, je näher wir uns an der Stelle der Instabilität befinden. Denn das Kreative verlangt schwebende Balance. Im Augenblick der Schwebe sind wir offen und am Gedächtnis der Welt angeschlossen. Unsere Sensibilität gibt uns die Möglichkeit, Informationen aufzunehmen, die im Hintergrund da sind. Wir können selbst kreativ sein – durch eine kleine Bewegung, durch einen kleinen Stoß im sensiblen Augenblick.

Viele haben Angst vor diesen Instabilitätslagen, sie erzeugen Unsicherheit. Aber an diesem Punkt der Instabilität brauchen wir kaum Angst zu haben, da unser Organismus auf Kooperation beruht. Wir können herum pendeln, da wir unseren erprobten inneren Balancen vertrauen können, die verhindern, dass wir weit stürzen können. Wie etwa beim Radfahren: Wir sind in der Instabilität, aber wir denken darüber nicht mehr nach. Wir haben Erfahrung gesammelt mit einigen blutigen Knien. Wir kümmern uns später überhaupt nicht mehr um die Ausgleichskräfte, die wir mobilisieren, um den Sturz aufzufangen, sie wirken schweigsam aus dem Hintergrund.

   
Könnte man sagen, dass dieser Punkt der höchsten Sensibilität der Punkt ist, an dem die Schöpfung sich selbst bewusst wird?

Ja, ich würde sagen, das ist das „seelische Bewusstsein“, wenn man es überhaupt noch als ein „Bewusstsein“ bezeichnen will, da es doch grundverschieden ist von unserem hellen oder wachen Bewusstsein, einem reflektierten Bewusstsein, das ein „Wissen“ widerspiegelt und eine äußere Wahrnehmung ist. Für mich hat diese seelische Urwahrnehmung, ein „ahnen“ oder „staunendes erwarten“ (als Verb und nicht als Substantiv gemeint) mit dieser unbegreiflichen, a-wissbaren oder „leeren“, unendlichen Offenheit zu tun hat. Sie ist angstlos, offen, grenzenlos  – wobei in meiner Empfindung Bezeichnungen wie: ganz, allumfassend, allwissend, vollkommen eher ungeeignet sind, weil sie die ständige, dynamische Offenheit ignorieren, indem man die zeitliche Offenheit durch die symbolische Vorstellung einer „Ewigkeit“ einsperrt.

Es verlangt aber viel Urvertrauen, keine Angst vor der Leere zu haben!

Ja. Das ist wie bei einem Seiltänzer. Wenn er über ein Seil läuft, denkt er gar nicht darüber nach. Er balanciert seinen Gang mit einem langen Stock, den er sachte mit kleinen Fingerbewegungen hin und her bewegt. Für ihn ist es etwas ganz Gewöhnliches, so ohne Angst zu laufen. Vielleicht nur in wenigen Augenblicken, wo er herunter schaut und denkt: „Um Gotteswillen!“, wird ihm auf einmal bewusst, dass er abstürzen könnte. Es ist also wichtig, ein Lebensgefühl dafür zu entwickeln, dass wir uns auf diesen Punkt verlassen können. Es kennzeichnet ein Urvertrauen, dass wir sehr gut – durch einen Milliarden Jahre währenden Lernprozess – mit Balance-Fähigkeiten ausgestattet sind, wo unser reflektiertes, also unser helles Bewusstsein überhaupt nicht gefragt und aufgefordert wird, sichernd einzugreifen. D. h., auch wenn ich sage: „Mir bleibt das Herz stehen“, hört mein Herz nicht plötzlich auf zu schlagen. 

Dieses Urvertrauen wird aber dadurch gestört, dass wir immer mehr in diese erprobten und  deshalb als weise erfahrenen Prozesse durch viel oberflächlichere (äußere) Überlegungen reinpfuschen. Ich frage mich wirklich, ob es nicht unser Selbstvertrauen stört, wenn wir für unsere Heilung vermehrt Hilfen von außen holen und nicht die stillen, subtileren Aufforderungen von innen befolgen. Weil wir durch die großen Erfolge unserer „äußeren“ Wissenschaft und Technik immer mehr überzeugt sind, dass wir bei allen Beschwerden dringend Hilfe von außen brauchen, mobilisieren wir durch höhere Sensibilität nicht die vielfältigen Kräfte, die wir in uns selbst haben. Die Frage ist, wo liegt die Grenze. Offensichtlich geht bei sehr gewaltsamen Störungen von außen unser Organismus zugrunde. Was wir momentan in unserer Welt erleben, bringt deutlich zum Ausdruck, dass wir Menschen Gewalten entfesselt haben, die überhaupt nicht in die Planung der auf unserer Erde stetig gewachsene  Biosphäre, in die wir als Menschen eingebettet sind, passen.

Krise als Aufforderung, den nächsten Schritt zu machen

Meinen Sie wirklich, dass es überhaupt ein Einplanen gab? War es nicht eher alles offen und wir Menschen hatten den freien Willen, aus dieser Welt eine Hölle oder ein Paradies zu machen?

Richtig. Es war offen, es ist offen in dem Sinne, dass es überhaupt nichts ausmacht, wenn wir Menschen das ganze Leben hier auf dieser Erde ruinieren. Unser Verhalten gefährdet letztlich nicht die Biosphäre in ihrer dynamischen, selbst-heilenden Entwicklung, sondern die Zukunftsfähigkeit des Menschen, der sich als die Krönung der Biosphäre betrachtet. Der Mensch fliegt letztlich dann raus, weil er dem Ganzen nicht mehr dient. Er stirbt, aber der Evolutionsprozess geht woanders weiter. Es muss uns klar werden, dass wir uns selbst mit diesen gewaltsamen Störungen den Garaus machen! Die Natur wehrt sich, sie schmeißt uns raus und sagt: „So geht es nicht!“  Und wir haben im Grunde ja  auch ein Bewusstsein, das uns hilft, diese Gefahr zu erkennen. Das ist sozusagen das Spiel, das immer wieder stattfindet. Das Paradigma des Lebendigen beschreibt nicht nur eine ständige kreative Differenzierung, sondern zusätzlich eine damit verbundene fortwährende kreative, kooperative Integration des Unterschiedlichen auf einer höheren Ebene. Die Menschheit steht heute vor der großen Herausforderung, dass sie notwendig und dringlich einen großen Schritt voranschreiten muss, bei dem sie zunächst erkennt: „Auf die jetzige Weise geht es einfach nicht!“ Wir – und damit ist vor allem unsere westliche Zivilisation gemeint –  sollten die augenblickliche, eskalierende Weltkrise nicht nur warnend als Gefahr beschreiben, sondern sie als existentielle Herausforderung betrachten, den notwendig geforderten nächsten Schritt zu machen.

Ja, das ist der Punkt!

Viele Leute fragen: „Wie sieht die notwendige Gegenkraft aus?“ Die Gegenkraft ist nicht eine Gegenmacht auf demselben Niveau. D. h. jetzt ist eine spirituelle Sichtweise sehr wichtig und dabei, so meine ich, spielen die östlichen Kulturen eine große Rolle – vorausgesetzt sie selbst sind nicht bereits von der westlichen großen Wachstums-Infektion angesteckt worden, wie viele z. B. auch schon für China und Indien befürchten.

Wenn Menschen glauben, Kriege gegeneinander führen zu müssen, um wesentliche Änderungen zu erzwingen, dann erscheint mir unser Vorhaben angesichts unseres Massenvernichtungspotentials hoffnungslos. Denn in der Rücken-zur-Wand-Stellung kämpft der Mann mit allen Mitteln, um aus seiner Zwangslage heraus zu kommen. Eine Frau reagiert eher anders: An erster Stelle denkt sie mehr an die Zukunft, konkret: an ihre Kinder. Sie trägt in sich die Verantwortung für das, was wächst. Diesen Instinkt oder besser, diese Fähigkeit zur Empathie haben die Männer auch, aber sie müssen daran erinnert werden. Diese Unterscheidung ist übertrieben. Wir alle – vor allem wir in unserer egozentrisch orientierten Zivilisation – müssen erinnert werden, dass wir mit allem verbunden und letztlich abhängig sind, was die ganze Wirklichkeit ausmacht. In dieser Richtung müssen wir die Evolution unterstützen, sonst sitzen wir auf einem Ast, der einfach abstirbt und letztlich abbricht. Die lebendige Wirklichkeit ist viel größer und offener, sie wächst einfach weiter. Sie symbolisiert Potentialität, einen unendlichen Reichtum an Möglichkeiten. Es ist wunderbar, Mitwirkender an einem Ast zu sein, der immer neue Blüten treibt und eine Entwicklung miterleben kann, die das Lebende immer lebendiger werden lässt. 

Seine Visionen ernst nehmenDas heißt, erleben, dass man die Situation selbst in der Hand hat, anstatt sich ausgeliefert zu fühlen oder zu sagen: „Oh, eigentlich habe ich es nicht gewollt!“

Ja! Und dies heißt vor allem: Wir sollten unsere Visionen ernst nehmen. Wir sollten uns dagegen wehren, Visionen nicht als eine Flucht vor der harten Realität zu betrachten, indem wir uns Traumschlösser bauen, weil wir mit unserer Welt nicht mehr zurecht kommen. Nein, eine Vision ist der erste Schritt für die Gestaltung einer wesentlich offenen Zukunft, in Richtung auf die von uns angestrebte Zukunft. Wir sind es, die wesentlich unsere Zukunft gestalten. Nicht allein, sondern mit den anderen zusammen. Wir müssen unsere Visionen ernst nehmen, weil sie das Ergebnis des Abtastens des gemeinsamen Hintergrunds sind. Es erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass meine Wünsche nicht nur meine Wünsche bleiben, sondern in ihrer Potentialität auch die Wünsche der anderen mit abdecken. Auf dem Hintergrund unserer Visionen fangen wir an, Ideen zu entwickeln – in Kommunikation mit den anderen. Der Dialog – ein liebender Dialog, der das Gemeinsame und Klarheit sucht und nicht der dialektische, der Unterschiede hervorhebt und größere Ausdrucksschärfe, Exaktheit anstrebt – ist dabei das Wichtige. Es ist ein Versuch, die Subjekt-Objekt-Unterscheidung nicht durch eine scharfe Trennung wie in der Sprache einer verdinglichten Realität zu verstümmeln, sondern durch Kommunikation zu erkennen und darüber hinaus durch Kommunion zu erleben, dass wir im Hintergrund Gemeinsames entdecken, das sich nicht ohne weiteres in Begriffen ausdrücken lässt.

Wenn diese Ideen fruchtbar werden, geht die lebendige Evolution voran. Sie geht aber nicht voran, weil der liebe Gott würfelt, was wir Mutation nennen. Daraus entsteht nämlich irgendetwas beliebig Verrücktes und manchmal sogar etwas, das überlebensfähig ist, das sogar krabbelt, ja sogar schneller krabbelt als alles, was schon vorher krabbelte, und dann sogar im Überlebenskampf von allem mit allem letztlich durch höhere Qualität oder Gewalt obsiegt, was einen Evolutionsschritt charakterisiert. Nein! Die lebendige Evolution ist bereits tendenziell angelegt, aber nicht festgelegt, sondern offen. Es bedarf der Kreativität, damit die Potentialität sich in möglichen Realisierungen manifestiert. Diese Realisierungen finden aber in einem Kontext statt, der nicht beliebig offen ist, da er durch kooperative Integration, einem geglückten Heilungsprozess des Unterschiedlichen, vorgeprägt ist. Das bedeutet, dass die Darwinsche Theorie der Überlebensfähigkeit nicht etwas Zufälliges ist („Der Alte würfelt nicht!“ um Einstein zu zitieren), dass z. B. einige Tiere schneller krabbeln als die anderen oder die anderen raffinierter stolpern lässt, sondern sie sind das Ergebnis einer größeren Flexibilität, Folge der geglückten Kooperation, die eine bessere Überlebensfähigkeit erlaubt. Und diese Flexibilität ist von Anfang an durch die Offenheit vorbereitet. Sie ist genau für diesen Zweck angelegt. Jetzt lässt sich vielleicht besser verstehen, wie im Laufe von nur dreieinhalb Milliarden Jahren ein so hoch komplexer und statistisch total unwahrscheinlich zusammengesetzter und langfristig operierender Mensch aus diesem relativ primitiven, viel wahrscheinlicheren chemischen Gebräu am Anfang unserer Erdgeschichte überhaupt entstehen konnte, dass so eine Evolution nach altem Muster prinzipiell überhaupt funktionieren kann.

In der Natur gibt es kein Rezept nach dem Motto: „Du musst das und das machen!“, sondern die Natur sagt:  „Alles, was ich mache, ist, dafür zu sorgen, dass ihr ein Spielfeld habt, das genügend eben ist, damit jeder eine Chance hat, sich zu entfalten. Und dann fangt zu spielen an! Und sorgt dafür, dass ihr Spielregeln entwickelt, damit ihr euch nicht gegenseitig vernichtet, sondern damit ihr eure verschiedenen Spiele auf diesem ebenen Spielfeld miteinander in Einklang bringen könnt, somit ihr für die zukünftige Gestaltung immer neue, größere und höher-dimensionale Räume kreiert. Alles, was lebt, ist Ergebnis eines erfolgreichen Überlebensrezepts. Die Vielfalt ist ein Ausdruck des Lebensreichtums. Ihr müsst lernen zusammen zu spielen. Und das könnt ihr auch, weil ihr ja alle verwandt seid.“  Das ist doch ein wunderbarer Lebensplan!

Die gefährlichen Eskalationen, die in unserer heutigen Welt geschehen, sind auch Beispiele solcher Lebensspiele, aber sie führen zum Absägen des Astes, auf dem wir sitzen. Sie sind nicht erfolgreich, weil die differenzierenden Infektionen zu stark, zu häufig, zu vielfältig sind – was umgekehrt gerade die Erfolgsziele: „größer, schneller, mehr“ unserer heutigen Wirtschaft widerspiegeln –, um dem Organismus oder Kulturen genügend Zeit zur Heilung, ihrer kooperativen Anpassung und Integration zu lassen. Es ist eben nicht die schnelle Infektion die letztlich den wirklichen Evolutionsschritt bestimmt, sie ist sehr wohl der Auslöser, sondern der anschließende, viel langsamere konstruktive Heilungsprozess.  

Das Positive aussäen

Wenn wir so weiter  machen, dann muss es uns klar sein: “Ok, es endet so.“

Ja. Es endet einfach so, weil der Teufelskreis uns die Kompetenz und die Souveränität aus der Hand nimmt, unabhängig zu handeln. Der Teufelskreis ist eine dynamische Rückkoppelung, die automatisch abläuft. Die Dynamik verselbstständigt sich, wird zur Eigendynamik. Es gibt innerhalb des Teufelskreises keine Instrumente, die ihn aufbrechen können. Es gelingt nur durch einen radikalen Ausstieg, vergleichbar etwa einem Sprung über einen Zaun, wenn wir in eine Sackgasse geraten sind und nicht mehr zurück wollen, oder einem Herunterdrehen des Verstärkers, wenn das Mikrophon-Lautsprecher-System zu pfeifen anfängt. Man muss in gewisser Weise einfach aussteigen, etwas ganz Neues wagen.

Ganz bewusst!

Ganz bewusst sagen: „Mit den jetzigen Instrumenten geht es nicht.“ Zum Glück haben wir tiefere Einsichten und genügend Kräfte, die zeigen, dass im Hintergrund noch andere Fähigkeiten schlummern. Wir Menschen sind noch da – und nicht nur in der Schrumpfform eines homo oeconomicus, sondern in der vielfältiger Gestalt des homo sapiens  – und wir können darauf vertrauen, dass andere, nicht begreifbare Beziehungen in unserem Leben walten und wirken. Auf diesem Hintergrund können wir versuchen, wenn wir demnächst einem anderen gegenüber treten, es dieses Mal im vollem Vertrauen zu tun, und einmal vergessen, dass unsere westliche Gesellschaft uns durch die dominierende Forderung nach erfolgreichem Wettbewerb lehrt, in jedem anderen zunächst den Gegner, den feindlichen Konkurrenten zu sehen, den es zu überholen gilt. Wenn wir einem anderen mit Vertrauen als Partner und nicht als Konkurrenten begegnen, werden wir oft erfahren, dass der andere sich wohler fühlt und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu betrachten. Wenn wir auf diese Weise fortfahren, werden wir merken, dass das Positive, insbesondere das wechselseitige Vertrauen, überall zunehmen wird.

Es gibt heute schon so viel Weisheit in der Welt, aber es reicht nicht aus, sie nur an wenigen Stellen anzusammeln, sondern wir müssen sie überall aussäen, immer wieder aussäen, nicht nur auf fruchtbaren Boden, sondern auch auf Asphalt, auf Trümmern und anderen unwirtlichen Plätzen. Irgendwo wird der Samen wachsen. Und wenn er überall wächst, dann kann niemand mehr etwas dagegen machen.

Und das ist unsere Aufgabe!

Das ist unsere Aufgabe! Wir  müssen aussäen, wir haben alles!

Prof. Dürr, herzlichen Dank für dieses Gespräch!

Quelle: NATUR & HEILEN 1/09

Auch wenn wir uns weitgehend unabhängig von den Rhythmen der äußeren Umwelt ge-macht haben, spüren wir besonders an ihren Schattenseiten noch deutlich unseren Bezug zu Mutter Natur.

Bei der Aussicht nun angesichts eines unübersehbar heraufgrauenden Herbstes vielleicht wieder für drei bis vier Monate im nebeligen Grau zu versinken, wird vielen ganz anders, manchen schwer ums Herz und einigen verdüstert sich die Aussicht bis in die Tiefen der Seele. Dass der Herbst mit Abschiednehmen und Loslassen zu tun hat, weiß jeder, ist doch die Literatur voll von einschlägigen Bildern und vor allem die Natur, soweit wir sie auch weggeschoben haben, lässt keinen Zweifel an dieser Erkenntnis. Der Tod liegt jetzt überall in der Luft, und er ist uns Modernen inzwischen so zuwider, Dass er zum immer größeren Problem wird. Zwar hat man seit langem versucht, ihm ein Schnipp-chen zu schlagen, wovon literarische Werke wie der Jedermann, der Brandner Kaspar im Himmel, aber auch ein neuerer Hollywoodversuch wie der Film Joe Black (mit Brad Pitt) zeugen, in der jüngeren Vergangenheit aber ist die Abkehr vom Tod und der Kampf gegen ihn in ein geradezu groteskes Stadium getreten. Die Medizin liefert ihm heißere Gefechte denn je. Sterbenden werden zunehmend die Organe entnommen, womit dieselben schon einmal dem Tod entrissen wären, um sie anderen Sterbenden einzupflanzen, die damit ih-rerseits dem Gevatter noch einmal im letzten Moment entkommen können. Wie viel mäch-tiger der Tod aber ist und wie wenig ihn diese kleinen Siege aufgeregter Mediziner tangie-ren, zeigt er in vieler Hinsicht. Dieselben Mediziner, die ihn Organweise zu besiegen su-chen, sind geradezu auf ihn angewiesen, wenn sie immer mehr Tote zum Zwecke der Aus-schlachtung benötigen, um die Nachfrage nach Organen zu befriedigen. Um ihn wirksam bekämpfen zu können, brauchen sie ihn so sehr.

Am Tod kommt letztendlich niemand vor-bei. Berichte von gelungenen Organtransplantationen mögen naive Gemüter etwas beruhi-gen, bewusste Menschen können solche Aufgeregtheiten nicht darüber hinwegtäuschen, Dass der Tod letztlich immer am längeren Hebel sitzt und sich zum Schluss auch all jene holt, die nicht freiwillig kommen wollen.

Die Verdrängungsstrategie geht schon so weit, Dass eine Umfrage in Deutschland peinlich enthüllte, Dass die Mehrheit der Menschen gar nicht mehr an den eigenen Tod glaubt. Auf die Frage, ob sie lieber zu Hause oder in der Klinik sterben wollten, antworte-ten über 90 % der Befragten sinngemäß: „Wenn schon, dann Zuhause“. Dieses „Wenn schon“, enthüllt, Dass sie es eigentlich nicht für möglich halten. Was man leicht als Ver-blödung eines ganzen Volkes interpretieren könnte, ist bei näherem Hinsehen wohl viel eher einer kollektiven Verdrängung zuzurechnen. Wir wollen allesamt mit dem Tod nichts mehr zu tun haben.

Damit hat wohl auch unsere Ablehnung des Herbstes mit seinen melancholischen Farben und Stimmungen zu tun. Das Laub färbt sich zwar bunt, aber jeder weiß, Dass es das letzte Aufbäumen vor dem Ende ist, ein kurzer farbiger Aufrausch, bevor Grau endgül-tig die Macht übernimmt und die weiße Leere des Winters alles Leben mit ihrem Leichen-tuch bedeckt. Die Analogie zwischen Herbst und Alter und zwischen Winter und Tod teilt sich auch unromantischen Gemütern auf eine direkte sinnliche Art und Weise mit und nicht wenige reagieren darauf mit einer Depression. Die Herbst-Winter-Depression ist so schon zu einem stehenden Ausdruck geworden.

Die Schulmedizin versucht nach ihrem allopathischen Denken mit chemischer Stimmungsaufhellung und Antriebssteigerung die passive Niedergeschlagenheit zu be-kämpfen und hat damit auch einen gewissen Erfolg, jedenfalls solange die entsprechenden Psychopharmaka genommen werden. Hinzu kommt heute die mildere Form der Lichtthe-rapie, bei der Depressive dem Licht künstlicher Sonnen aussetzt werden und mit Besse-rung ihrer Stimmung reagieren. Findige Gemüter flüchten in eigener Regie noch rechtzeitig in südlich sonnige Gefilde, wo ihnen die Macht des Todes wenigstens nicht so direkt vor Augen geführt wird. Rentner verlassen scharenweise die heimischen grauen Gefilde und statt sich mit dem Abschied anzufreunden, bevölkern sie die verlassenen Sonnenstrände Mallorcas und anderer Sonneninseln. Die Verlassenheit dieser sommerlichen Ferienpara-diese und die Abwesenheit des wirklichen Lebens bringt allerdings auch hier die Thematik des Saturninen, um die es in dieser Lebensphase eigentlich gehen würde, herein, und so holt sie der Tod wenigstens in symbolischer Form auch hier ein. Ihm zu entkommen ist schwer und letztlich unmöglich, und nichts scheint uns widerwärtiger und inakzeptabler als diese Erkenntnis.

Dabei würde uns die bewusste Auseinandersetzung mit dem Abschiednehmen, dem Abscheiden und letztlich dem Tod so unendlich gut tun. Die Religionen empfehlen sie aus-nahmslos, und auch die meisten christlichen Mystiker sind sich einig, Dass wir gut daran täten, mit dem Tod rechtzeitig auf vertrauten Fuß zu kommen. „Wenn du nicht stirbst, be-vor du stirbst, du auf ewiglich verdirbst“, lässt uns Angelus Silesius ganz schonungslos wissen. Die Idee wäre offenbar, sich mit der eigenen Sterblichkeit auszusöhnen, um da-nach mehr Zugang zur Unsterblichkeit der Seele zu erlangen.

Wenn etwas so verdrängt wird, wie bei uns der Tod, muss es nach dem Gesetz der Polarität in anderer zumeist unerlöster Form wieder an die Oberfläche drängen. Die Arche-typische Medizin, wie sie in “Krankheit als Symbol” zum Ausdruck kommt, erkennt in den Krankheitsbildern solche Schattenmanifestationen. Der Tod, dem wir bewusst keinen Platz mehr in unserem Leben einräumen, schleicht sich auf verschiedenen Wegen dann doch und besonders gefährlich, weil unerkannt in unsere Welt. Jeden Abend sehen wir ihn in grotesk übertriebenen Bildern im Mehrheitsmedium Fernsehen über die Bildschirme tan-zen. Er holt sich Schauspieler massenweise, aber auf so spektakuläre Weise, Dass Hinz und Kunz, die ihm (begeistert?) zuschauen, dabei geradezu munter weiter verdrängen können. Bei jedem Mafiosi, der von Maschinengewehrsalven bewegt, seinen letzten Tanz aufführt, denken sie, „das kann mir ja nicht passieren“. All diese unzähligen allabendlichen „photogen“ dargebotenen Fernsehtode haben gemeinsam, Dass sich der Bürger in seinem Fernsehsessel bequem räkelnd sagen kann, während er seine Salzgebäck knabbert: „Kann mir doch alles nicht passieren!“ Nach einem erfüllten Fernsehleben von siebzig Jahren und ca. 70 000 Morden und anderen spektakulären Toden wird sich diese Überzeugung der ei-genen physischen Unsterblichkeit dann so in den inzwischen verkalkten Gehirnwindungen verfestigt haben, Dass der Tod wirklich unerwartet und aus heiterem Himmel zuschlagen kann. Ob wir ihn deshalb allerdings hinterhältig nennen sollten, bleibt zu bezweifeln.
Dabei handelt es sich wieder um jenes Grundmissverständnis, das unser Leben im-mer mehr zu bestimmen scheint, nämlich die Verwechslung von körperlicher und seeli-scher Ebene. Die Unsterblichkeit der Seele zu erkennen, würde uns befreien und erheben, die Unsterblichkeit des Körpers zu erwarten, ist einfach nur ein Zeichen von Unbewusstheit und nicht selten Verdrängung.

Neben dieser banalen Beschäftigung mit dem Tod auf Fernsehniveau, die ja, wenn sie nicht einen traurigen Tiefpunkt unserer Kultur markieren würde, fast etwas Komisches hätte, gibt es noch jene viel bedrückender Ebene der Depression, die die eigentliche Schattenmanifestation dieses Themas darstellt. Der depressive Mensch beschäftigt sich ebenfalls fast ständig, ja oft wie besessen mit dem Tod. Er hat Selbstmordgedanken. Diese quälende Art der Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit ist unsere gängigste Art geworden, uns mit dieser Thematik einzulassen. Dass der Höhepunkt und nicht selten Auslöser in der Zeit des späten Herbstes und dunklen Winters liegt, kann nicht verwun-dern, erinnert jetzt doch alles an den Tod, der für immer weniger Menschen (Er-)Lösung und für immer mehr Horror ist. Alles in dieser Zeit atmet Loslassen und Sterben und erin-nert an unser letztes und damit wichtigstes Thema, das wir meiden wie die Pest.

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Quelle: dahlke.at

Im Dreck aufgezogene Ferkel haben ein besseres Immunsystem als steril gehaltene Artgenossen

Ausgerechnet Schweine haben britischen Forschern jetzt geholfen, die berühmte Hygiene-Hypothese zu belegen. Diese Theorie besagt, dass sich ein übertriebener Schutz vor Bakterien in der Kindheit später negativ auf die Leistungsfähigkeit des Immunsystems auswirkt. Tatsächlich entwickeln kleine Schweine, die draußen im Dreck wühlen dürfen, eine völlig anders zusammengesetzte Darmflora als ihre Altersgenossen, die in sterileren Umgebungen aufwachsen, konnten die Briten um Imke Mulder von der Universität in Aberdeen zeigen. Gleichzeitig verändern sich bei den Ferkeln die Aktivitätsmuster verschiedener Gene des Immunsystems: Bei den schmutzigen sind die Abwehrtruppen aktiver, während bei den sauberen eher Gene anspringen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind.

Gerade am Anfang des Lebens gilt der Kontakt mit Mikroorganismen als wichtig, um ein funktionierendes Immunsystem aufbauen zu können – andernfalls richtet der Körper seine Abwehrtruppen vermehrt gegen eigentlich unschädliche Ziele wie Blütenpollen oder sogar eigenes Körpergewebe. Seit einigen Jahren wird der Darmflora eine Schlüsselrolle bei diesem Immuntraining zugeschrieben. Die neue Studie scheint diese These nun zu bestätigen: Die Forscher hatten dazu 54 neugeborene Ferkel in drei Gruppen geteilt und eine unter normalen Bedingungen draußen aufwachsen lassen, eine in einem Stall und die dritte in einer sterilen Umgebung, wo sie zudem täglich Antibiotika bekam. Anschließend untersuchten die Wissenschaftler, wie sich die bakterielle Besiedlung im Darm der Tiere entwickelte und wie aktiv ihr Immunsystem war.

Ein Großteil der Bakterien im Darm der schmutzigen Schweinchen gehörte zu den Milchsäurebakterien, von denen bekannt ist, dass sie gesundheitsfördernde Effekte haben. Insgesamt machten diese Keime und ihre engen Verwandten 90 Prozent der Darmbakterien bei den Tieren aus. Bei den Stall-Schweinen stellten sie hingegen nur einen Anteil von unter 70 Prozent, bei den steril gehaltenen sogar nur von 50 Prozent. Mit diesem Unterschied einher ging auch eine messbar unterschiedliche Aktivität bei Immunsystem-Genen, berichten die Forscher: Bei den Tieren aus der Isolationsstation waren vor allem Gene aktiv, die an Entzündungsreaktionen und der Cholesterinproduktion beteiligt sind, während die natürlich aufgewachsenen Schweine sehr aktive Gene für die Bildung von Abwehrzellen aufwiesen.

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Quelle: wissenschaft.de

Forscher entschlüsseln typisch menschliches Verhaltensmuster

Wer bei seinen Mitmenschen einen guten Ruf genießt, hat in sich meist hart erarbeitet und persönliche Interessen zumindest vorübergehend hintenangestellt. Aus gutem Grund, denn kooperatives Verhalten zahlt sich letztendlich aus. Wie wichtig dieser Wesenszug für den Menschen ist, haben Schweizer Wissenschaftler nun nachgewiesen: Das Bestreben, kooperativ zu handeln und so zu einem guten Ruf zu gelangen, ist sogar im Gehirn verankert, im präfrontalen Cortex, um genau zu sein. Zu dieser Erkenntnis gelangten die Forscher um Daria Knoch von der Universität Basel, nachdem sie Probanden an einem Strategiespiel teilnehmen ließen und bei einigen Teilnehmern den präfrontalen Cortex vorübergehend hemmten. Diese waren nicht mehr in der Lage, auf kurzzeitige Vorteile zu verzichten – obwohl sie sich darüber im Klaren waren, dass ihnen der vorübergehende Verzicht langfristig einen erheblich größeren Vorteil verschafft hätte.

Verhaltensforscher hatten bereits herausgefunden, dass es einen deutlichen Unterschied zwischen dem guten Ruf und dem Charakter eines Menschen geht: Je stärker jemand unter Beobachtung steht, desto eher ist er auf seinen guten Ruf bedacht. Ob jemand tatsächlich selbstlos handelt, zeigt sich nur, wenn er anonym agieren darf. Diese Erkenntnisse machte sich nun die Forscher um Daria Knoch zunutze: Sie wollten den weitgehend unbekannten neurobiologische Hintergrund dieses Verhaltensmusters untersuchen. Da kooperatives Handeln ein hohes Maß an Selbstkontrolle voraussetzt, vermuteten die Wissenschaftler, dass der präfrontale Cortex von elementarer Bedeutung für die notwendigen Entscheidungsprozesse ist: Diese Hirnregion spielt auch bei anderen Prozessen, bei der es um Selbstkontrolle geht, eine wichtige Rolle. Um ihre Vermutung zu überprüfen, ließen die Forscher Probanden zu einen Strategiespiel antreten, bei dem es sowohl auf das eigene Kooperationsvermögen als auch auf das Vertrauen in die Kooperationsbereitschaft des Gegenübers ankam. Bei einigen Teilnehmern hemmten die Forscher mit Hilfe der sogenannten transkraniellen Magnetstimulation vorübergehend den rechten oder den linken präfrontalen Cortex.

In 15 Durchgängen erhielten je zwei Teilnehmer 10 Punkte, die später in Geld eingetauscht werden konnten. Diese Punkte konnten die Teilnehmer nun vermehren, wenn sie einige davon oder alle 10 an ihr Gegenüber abtraten – ohne allerdings zu wissen, ob dieser ihnen ihren Einsatz zurückgeben würde. Der Spielleiter belohnte diesen Vertrauensvorschuss, indem er jeden überwiesenen Punkt vervierfachte: Überwies Teilnehmer A vier Punkte an Teilnehmer B erhielt dieser also insgesamt 16 Punkte. Teilnehmer B konnte sich nun fair verhalten, und die Hälfte des erzielten Gewinns, also 8 Punkte, oder zumindest den Einsatz, also die vier Punkte, an A zurückgeben – oder aber alles für sich behalten.

Der Versuch fand einmal unter anonymen Bedingungen statt. Ein anderes Mal konnte Teilnehmer A sehen, wie B, auf dessen guten Willen er angewiesen war, bei den letzten drei Durchgängen entschieden hatte. Hatte Teilnehmer B die letzten Investoren leer ausgehen lassen, sank die Bereitschaft, ihm Punkte zu überlassen. Ein guter Ruf brachte hier also Vorteile mit sich: Teilte B konsequent den Gewinn mit A, investierte A immer 10 Punkte und beide konnten insgesamt deutlich mehr Punkte ergattert werden. Wenn A immer zehn Punkte investierte, war für B allerdings auch die Versuchung besonders groß, alle Punkte für sich zu behalten: Überwies A an B einen Punkt, musste dieser, wenn sie halbe-halbe machten, nur zwei Punkte zurückgeben. Überwies A an B hingegen 10 Punkte, fielen schon 20 Punkte an. B brauchte also eine besonders große Selbstkontrolle.

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quelle: wissenschaft.de

 

Kiew – Nach drei Wochen Dauerpanik in der Ukraine um eine angeblich tödliche Pest die mutierend und gierig um sich greift, wurden heute alle Kindergärten, Schulen und Universitäten des Landes wieder geöffnet. Der Spuk ist vorbei und damit auch für die weniger ehrgeizigen Schüler der erfreuliche Nebeneffekt “Schulfrei”. Noch hat zwar die Regierung in Kiew keine offizielle Entwarnung gegeben, da die Weltgesundheitsorganisation WHO weiterhin Weltuntergangs- Bildchen mit phantastischen Mutationen malt, doch das muss sie auch nicht, denn schon ist bekannt, dass seit zwei Wochen nicht ein einziger mit dem A-H1N1 Virus angesteckter Mensch gestorben ist und alle bisherigen “Befallenen” meist gestärkt aus den Krankenhäusern entlassen werden konnten. 17 Tote soll die Seuche schon in den letzten 8 Monaten gefordert haben, also fast doppelt so viele Ukrainer wie gleichzeitig an Hamburgern erstickten waren oder in der Badewanne ertranken.

Milde Folgen nach Ansteckung mit Virus A-H1N1

Im jüngsten Bericht des ukrainischen Gesundheitsministerium heisst es, dass mehr als 1,6 Millionen Menschen mit Symptomen der Influenza und ihrer Komplikationen zu kämpfen hatten. 381 Patienten starben. Neben der normalen Grippe in der Ukraine, meldete man 225 Schweinegrippe-Fälle wovon 17 den H1N1-Virus Befall nicht überlebt haben. Die begleitenden Schweinegrippe-Symptome sind ähnlich wie die der saisonalen Influenza. Fieber, Schwäche, Appetitlosigkeit, Husten, laufende Nasen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Im Normalfall verläuft die Krankheit mild. Vorerkrankungen wie Aids, HIV, Herzschwäche usw. können zu Komplikationen führen, die man auch schon im Zusammenhang mit der normalen grippe kennt.

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Quelle: polskaweb.eu

Broccoli enthält nicht nur viele Vitamine und Mineralien, sondern auch einen Wirkstoff gegen aggressiven Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die deutsche Forscher in der Fachzeitschrift «GUT» publiziert haben.
Der im Broccoli enthaltene Wirkstoff Sulforaphan schwäche widerstandsfähige Tumorstammzellen und mache sie verwundbar, berichten Forscher der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Bauchspeicheldrüsenkrebse beherbergen laut ihnen im Vergleich mit anderen Krebsarten besonders viele aggressive Tumorstammzellen.

Selbst neuartige Krebsmedikamente konnten bisher nichts ausrichten gegen diese Stammzellen, die sich mit einem speziellen Mechanismus schützen. Das im Broccoli und anderen Gemüsen wie Blumenkohl oder Rosenkohl enthaltene Sulforaphan lege genau diesen Mechanismus lahm, berichten die Forscher.

Bei Versuchen mit Zellkulturen und Mäusen hemmte Sulforaphan die Blutgefässbildung im Tumor und das Tumorwachstum, ohne dabei Nebenwirkungen zu verursachen. In Kombination mit Krebsmedikamenten verstärkte sich dieser Effekt noch. Bereits im letzten Jahr zeigte eine kanadische Studie, dass viel Broccoli und Blumenkohl Krebspatienten schützen können.

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Quelle: 20min.ch

„Die Macht der Bewegung“

November 28, 2009

MEDIZIN-WELT — Der Kölner Sportwissenschaftler Freerk Baumann beweist anhand groß angelegter Studienergebnisse mit Menschen, die schwer erkrankt waren, dass wochenlange Wanderungen für die Gesundheit von größter Bedeutung sind.

Dieses Buch ist Plädoyer und Programm für eine Revolution der Rehabilitationsmedizin (Reha). Das Hauptaugenmerk des Sportmediziners Freerk Baumann gilt der Nachsorge von Krebspatienten. Die herkömmliche Reha sei zu kurz, zu einfallslos und habe zu wenig nachhaltige Wirkung für den Patienten.

Baumann weist darauf hin, dass die onkologische medizinische Therapie zu den teuersten Therapien gehört, die überhaupt existieren. Eine Anti-Hormontherapie bei Brustkrebs koste beispielsweise mehr als 40.000 Euro pro Jahr. Würde man die Kosten für die notwendigen Chemotherapien, die Operationen und Bestrahlungen zusammenrechnen, käme man auf sechsstellige Beträge. Aufgrund des dadurch möglich gewordenen medizinischen Fortschritts habe sich die Prognose der Krebspatienten aber glücklicherweise auch deutlich verbessert. Die Reha hingegen „verschlafe“ diese Entwicklung. Baumann: „Viele Krebspatienten sind noch jung und erwerbsfähig. Wir müssen hier unbedingt eine effektive und vor allem differenzierte Reha anbieten, um sie wieder für das Arbeitsleben vorzubereiten.“

Aber Rehabilitationskliniken hätten je nach Erkrankung nur etwa 2.000 bis 2.500 Euro pro Patient zur Verfügung. „Wie man damit eine gute, nachhaltige Qualität anbieten kann, bleibt ein Rätsel“ kritisiert der Sportwissenschaftler. Er zeigt anhand seiner bahnbrechenden Studien, deren Ergebnisse in seinem Buch erstmals veröffentlicht werden, einen Weg für eine nachhaltig wirksame Reha.

Wandern als optimale Reha-Strategie

Freerk Baumann schreibt: „Das genetische Erbe des Nomaden, des Wanderers“ lebe fort in uns. Wir könnten zwar heutzutage auch ohne körperliche Aktivität überleben, „aber zu einem hohen gesundheitlichen und damit verbundenen finanziellen Preis.“ Siehe dazu:
„Gedanken zur Bewegung“

Und wenn es uns einmal besonders schlecht gehe, dann würden wir das nomadische Erbe erst recht wieder spüren. Baumann: „Dann wollen wir raus aus allem, fliehen, laufen, uns fortbewegen – doch viel zu oft bremst uns der Verstand und die Vernunft aus.“

Der Sportwissenschaftler Baumann hat Wandern als die optimale Strategie für solche schweren Zeiten erkannt. Er versucht damit Probleme wie Ängste und Depressionen, Abnahme der körperlichen Aktivität und eine Minderung der Lebensqualität, die häufig in der Krebsnachsorge auftreten, zu bewältigen.

„Bewegen, um sich selbst zu finden – das funktioniert wirklich“, schreibt Baumann. „Nicht nur der Körper, sondern vor allem die Seele profitiert von den neuen Ansätzen der Bewegungstherapie, die in der Schulmedizin bislang sträflich vernachlässigt wurde.“

Der Wissenschaftler ist mit Brustkrebspatientinnen auf dem Jakobsweg gewandert und hat mit Männern, die Prostatakrebs hatten, die Alpen überquert. Die Bewegung in der Natur, die körperliche Anstrengung, hat die Gesundheit der Patienten wieder hergestellt. Damit hat er das genaue Gegenteil dessen praktiziert, was normalerweise gang und gäbe ist: Schonen und Behüten.

Atemberaubende Indizien für die Gesundung von Körper und Seele

Freerk Baumann beschreibt, wie man an der Sporthochschule in Köln, wo die außergewöhnlichen Reha-Modelle entwickelt wurden, vorgegangen ist. Die Wissenschaftler hätten sehr intensive Forschungen zur Macht der Natur, zur Macht des Wanderns, zur Macht des Zeitfaktors und immer wieder zur Macht der Bewegung auf den Heilungsprozess der Ihnen anvertrauten Patienten angestellt. Baumann beschreibt das beobachtete „Bedürfnis nach Wandern“ und gibt zu Protokoll: „Wir haben während unserer intensiven Forschung lange gerätselt, was sie ausmacht, die Macht der Bewegung. Und wir fanden atemberaubende Indizien, dass der Körper – wenn man ihm und der Seele ausreichend Zeit gibt – durch Bewegung an sich selbst gesunden kann, dass Heilung beschleunigt wird.“ Siehe dazu: “Von Vulkanschloten und heiligen Bergen“.

Die Patienten seien selbstbewusster geworden, hätten ihren Körper wieder neu kennen gelernt und Vertrauen zu ihm aufgebaut. Allein dadurch schon hätten die Betroffenen ihre Lebensqualität deutlich verbessern können. Man habe solche Beobachtungen auch schon an Patienten gemacht, die durch Marathon praktisch dem Krebs davongelaufen seien.

„Darüber hinaus zeigte sich, dass die Stressmarker im Blut deutlich abnahmen, sogar ein Stressschutz aufgebaut wurde. Erstmalig konnten wir damit Verbesserungen auf psychischer und psychosozialer Ebene von Krebspatienten feststellen, die nachhaltig wirkt.“ Wanderungen seien demnach durchaus ernst zunehmende Alternativen in der Rehabilitation.

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Quelle: medizin-welt.info

 

Zusammenfassung

Es wird ein Überblick über die historische Entwicklung der Parapsychologie als eigenständiger Wissenschaft vorgelegt. Der Gegenstandsbereich und die Methoden der damaligen und heutigen Forschung werden erklärt und zu jedem Gebiet werden die wichtigsten Experimente und deren Ergebnisse, welche mit Hilfe der Metaanalyse von Radin 1997 in seinem Buch „The Conscious Universe“ untersucht worden sind, kurz erläutert. So gut wie alle bisher durchgeführten Experimente zeigen signifikante Abweichungen von den erwarteten Werten, so dass weitere Untersuchungen auch von Seiten der klassischen Wissenschaften notwendig sind. Abschließend wird kurz die derzeitig in der Parapsychologie vorherrschende Theorie vorgestellt.

Schlagwörter:
Außersinnliche Wahrnehmung – Telepathie – Hellsehen – Präkognition – Psychokinese – pragmatische Information

Begriffsklärung

Die Worte „Parapsychologie“, „Paranormal“ und „Psi“ werden heutzutage leider allzu gerne für jeden Sachverhalt genutzt, den Menschen außerhalb eines ihrer Meinung nach „normalen“ wissenschaftlichen Kontextes sehen, z.B. UFO’s, Kirlianfotografie, Astrologie, Wahrsagerei, angebliche Jenseitskontakte, usw. Tatsächlich handelt es sich bei dem Wort „Parapsychologie“ um ein Kunstwort, welches 1889 von dem Philosophen und Psychologen Max Dessoir erfunden wurde, indem er vor die Psychologie die griechische Vorsilbe „para“ (was im Deutschen soviel bedeutet wie „neben“ oder „jenseits“) setzte. Er wollte damit einen wert- und emotionsfreien sowie wissenschaftlich neutralen Begriff für „paranormale“ Erfahrungen und Phänomene schaffen. Eine ähnliche Intention hatten die Psychologen Thouless und Wiesner, als sie 1946 vorschlugen, diese Phänomene unter dem 23. Buchstaben des griechischen Alphabets, dem „Psi“, zu subsumieren. Doch wie oben beschrieben ist diese Wertfreiheit Geschichte, denn mit diesen Worten ist soviel Schindluder betrieben worden, dass z.B. der schwedische Parapsychologe Martin Johnson schon von „Parapornographie“ spricht. (vgl. von Lucadou, 1997)

Mit was also beschäftigt sich die Parapsychologie genau? Primär geht es um die wissenschaftliche, auf empirischen Daten und oft jahrzehntelangen Beobachtungen beruhende Erforschung zweier Phänomengruppen: Außersinnliche Wahrnehmungen (im Englischen „Extrasensory perception“, kurz ESP) und Psychokinese (im Englischen auch oft „telekinesis“ bzw. „Telekinese“ im Deutschen). Von Lucadou (1997) gibt folgende Definition:  Unter Außersinnlicher Wahrnehmung – abgekürzt ASW – wird das Wissen um oder die Reaktion auf ein äußeres Ereignis verstanden, das oder die nicht über die bekannten Sinneswege vermittelt wird. ASW wird in drei Formen unterteilt: „Telepathie“ – die „direkte“ psychische Informationsübertragung zwischen Personen –, „Hellsehen“ – die „direkte“ Wahrnehmung eines objektiven Vorgangs oder Sachverhalts, der niemandem bekannt ist –, und schließlich „Präkognition“ – das Vorauswissen zukünftiger Ereignisse, ohne ausreichende rationale Gründe und ohne dass diese durch die Voraussage herbeigeführt werden. „Psychokinese“ – abgekürzt PK – wird definiert als: der Einfluß der Psyche eines Menschen auf äußere Objekte oder Prozesse, ohne Vermittlung bisher bekannter physikalischer Energien und Kräfte (S. 12).

Geschichtlicher Überblick

Die Menschen beschäftigen sich zwar schon seit Jahrtausenden mit paranormalen Phänomenen, meistens in Verbindung mit Schamanen, Geistheilern, Wahrsagern, Gespenstern, Dämonen, usw., doch die historische Entwicklung einer parapsychologischen Forschung im engeren Rahmen lässt sich auf vier Phasen eingrenzen, beginnend mit dem Mesmerismus vom späten 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, welcher auf den deutschen Arzt Franz Anton Mesmer zurückgeht, der ein Modell eines unsichtbaren Fluidums entwarf, welches von Mensch zu Mensch und zu Tier wechseln könne. Danach kam der Spiritismus Ende des 19. Jhdts., in dem sich sogenannte „Séancen“, also Gruppengeisterbeschwörungen – geleitet durch ein Medium, das ist eine Person, die zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt vermitteln sollte – höchster Beliebtheit bei einer breiten Masse der damaligen Bevölkerung erfreute. Gefolgt wurde diese Phase von der Gründung der bis heute bestehenden „Society for Psychical Research“ in London 1882, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, vorurteilsfrei und emotionslos paranormale Phänomene kritisch zu untersuchen. Der letzte Abschnitt der Geschichte der parapsychologischen Forschung war der Beginn einer wissenschaftlichen Untersuchung von Psi-Phänomenen an einigen Universitäten um 1930 unter dem Eindruck der Experimente von J.B. und Louisa Rhine, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten den Spuk ins Labor zu holen. Wichtig für den europäischen Raum waren die Gründung des „Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene (IGPP)“ 1950 in Freiburg i.Br. unter Dr. Hans Bender und der 1985 gegründete Arthur-Koestler-Lehrstuhl für Parapsychologie an der Universität Edinburgh unter der noch immer bestehenden Leitung von Prof. R.L. Morris. (vgl. von Lucadou, 1997)

Zur Methode

Die methodische Vorgangsweise in der parapsychologischen Forschung beruht auf drei Säulen: 1. die Sammlung, Dokumentation und Klassifikation paranormaler Spontanberichte; 2. die Feldforschung, also die möglichst objektive Datensammlung von dafür geeigneten Forschern; und 3. die Laboruntersuchungen, die den wichtigsten Teil der Daten liefern, da Psi-Phänomene unter kontrollierten Bedingungen beobachtet und aufgezeichnet werden können. Aus den bisher durchgeführten Experimenten kann man schließen, dass es sich bei den sog. „Psi-Effekten“ um zwar schwache, teilweise sehr elusive, aber durchaus reproduzierbare und dadurch statistisch gesehen „robuste“ Effekte handelt, wie in den folgenden Kapiteln deutlich gemacht werden soll. Wichtigstes Mittel dazu ist die Metaanalyse, also die Analyse vieler Experimente, die sich mit der gleichen Fragestellung beschäftigt haben, über einen längeren Zeitraum hinweg. (vgl. von Lucadou & Bauer, 2001)

Die Phänomene

 Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen werden hier nur einige ausgewählte Experimente beschrieben, um das jeweilige Phänomen zu verdeutlichen und die Chance auf Interpretationen im Bezug auf die Bewusstseinsforschung zu bieten. Dies soll aber nicht heißen, dass die vielen, über Jahrzehnte gesammelten, archivierten und hervorragend dokumentierten Spontanberichte und Einzelfälle keine wichtige Rolle in der Erforschung und Theoriebildung der parapsychologischen Fragestellung spielen würden.

Beginnend mit der Telepathie werden nun für alle Bereiche der Psi-Phänomene die wichtigsten in dem Buch von Dean I. Radin „The Conscious Universe“ (1997) aufbereiteten Experimente kurz erklärt sowie Metaanalysen über einige der bis 1997 zusammengefassten Ergebnisse präsentiert.

Telepathie

 Telepathieexperimente begannen mit den sog. Kartenexperimenten, bei denen eine Versuchsperson als Sender einer anderen Versuchsperson als Empfänger das von ihr betrachtete Kartensymbol (zumeist Quadrat, Kreis, Wellenlinien, Stern oder Dreieck) mental übermitteln sollte. Diese Experimente wurden dahingehend verbessert, dass man einerseits auszuschließen versuchte, dass der Empfänger die Symbole nicht aufgrund von telepathischer Übertragung sondern wegen seiner Hellsichtigkeit „direkt“, also ohne einen zwischengeschalteten Sender, sehen konnte. Diese Möglichkeit gänzlich auszuschließen ist leider bisher nicht gelungen, da es bis jetzt kein experimentelles setting gab bzw. gibt, dass „reine“ Telepathie testen kann. Diese Unterscheidung ist jedoch nur im experimentellen Design von Wichtigkeit, da sowohl Telepathie als auch Hellsichtigkeit klassische Psi-Phänomene sind, und auch der Nachweis einer Mischform aussagekräftig genug ist.

Andererseits wollte man das setting insgesamt weniger Fehleranfällig machen, um Kritikern gerecht zu werden.
Aufgrund des häufigen Auftretens von spontanen Psi-Phänomenen im Schlaf hatte man die Idee, den Sender derart zu instruieren, dass er dem Empfänger unter kontrollierten Bedingungen während einer REM-Phase per Zufall ausgesuchte Bilder übermitteln sollte. Sender und Empfänger hielten sich während des Versuchs in getrennten Räumen auf, die mehrere Meter bis zu einigen Kilometern entfernt sein konnten. In der Metaanalyse der in dem Zeitraum von 1966 bis 1973 durchgeführten Traum-Telepathie-Experimente zeigte sich, dass bei insgesamt 450 Sitzungen eine Trefferquote von 63% im Vergleich zu der Zufallserwartung von 50% erreicht wurde, die Ergebnisse also statistisch hochsignifikant sind (50% war die Zufallserwartung aufgrund der methodischen Vorgangsweise).
Eine Weiterentwicklung der Traum-Telepathie-Experimente stellte die sog. „Ganzfeld“ – Methode dar. Hierbei werden dem Empfänger, welcher einer künstlichen, leichten sensorischen Deprivation ausgesetzt ist, ebenfalls von einem räumlich getrennten Sender Bilder übermittelt. Für den Sender wurde das zu übermittelnde Bild per Zufallsgenerator oder per Computer ausgesucht, der Empfänger musste nach der „Sende-Empfangs-Phase“ aus vier Bildern jenes aussuchen, welches ihm seiner Meinung nach von dem Sender übermittelt worden war, somit lag die Zufallserwartung bei 25%. Durch immer weitergehende Automation des Experiments wurden so gut wie alle Fehlerquellen ausgeschlossen, was die Ganzfeld-Methode zu einem sehr aussagekräftigen experimentellen Design macht, nicht zuletzt da diese Methode sehr oft repliziert worden ist. Die Trefferquote lag bei insgesamt 762 Sitzungen bei 37% (im Vergleich zu der oben erwähnten  Zufallserwartung von 25%), also konnte wiederum ein hochsignifikantes Ergebnis erzielt werden.

Hellsehen

Die Möglichkeit des Hellsehens wurde über Jahrzehnte hinweg immer wieder getestet, nicht zuletzt von den beiden Supermächten USA und der (damaligen) UdSSR, da die Möglichkeiten der Spionage mit Hilfe des Hellsehens gerade in Zeiten des Kalten Krieges sehr aussichtsreich waren. So beteiligten sich nicht zuletzt das „Stanford Research Institute (SRI)“, später die „Science Applications International Corporation (SAIC)“ und das „Princeton Engineering Anomalies Research (PEAR) Laboratory“ der Universität Princeton an einigen Versuchen, in denen verschiedenste experimentelle Designs getestet wurden. Ziel war es bei allen Experimenten, dass die Versuchsperson einen Ort, eine Person oder einen Gegenstand mit bloßer Geisteskraft beschreiben sollte, ohne diesen anders wahrnehmen bzw. kennen zu können. Diese Beschreibungen wurden dann von unbeteiligten dritten im Vergleich mit vier möglichen anderen Zielobjekten bewertet, um die Exaktheit messen zu können, mit denen das tatsächliche Ziel beschrieben worden ist. Gerne wurden den Probanden z.B. Längen- und Breitengrade mitgeteilt, um dem Versuchsleiter dann zu beschreiben, was er oder sie dort sehen konnte. Alles in allem wurde bei diesen Experimenten in normalen Bewusstseinszuständen eine Trefferquote von 54% im Vergleich zu einer Zufallserwartung von 50% erzielt. Dass diese Quote deutlich geringer ist als z.B. die Ergebnisse der Ganzfeldmethode oder der ASW-Studien unter Hypnose liegt anscheinend an der Tatsache, dass wir Menschen Psi-Impressionen in normalen Geisteszuständen sozusagen „herausfiltern“, da sie von anderen sensorischen Reizen überlagert werden.

Präkognition

Am beeindruckendsten sind wohl die Experimente zur unbewussten Präkognition, um die Möglichkeit eines zeitlichen Vorauswissens zu beweisen. Hierbei wird ein setting genutzt, welches die von Pavlov in den 20’er Jahren beschriebene „Orientierungsreaktion“ nutzt, um Psi nachzuweisen. Bei dieser Reaktion des Körpers auf einen herausstechenden und unerwarteten kognitiven Reiz ändern sich unter anderem der galvanische Hautwiderstand, der Pulsschlag und die Blutmenge in den äußeren Extremitäten. Im experimentellen setting werden diese drei Faktoren gemessen, während dem Probanden eine Abfolge von emotionalen sowie neutral besetzten Bildern vorgespielt wird. Emotionale Bilder sind z.B. Bilder mit erotischem oder gewaltvollem Inhalt, neutrale z.B. Landschaften und Gemälde. Die Tatsache, dass Orientierungsreaktionen kurz nach der Präsentation eines emotionalen Bildes stattfinden, ist nicht weiter verblüffend. Die Theorie, dass es zu einer Orientierungsreaktion ganz kurz vor der eigentlichen Präsentation des Bildes mit emotionalem Inhalt kommen würde (da bekannt war, dass diese eher eine solche Reaktion auslösen als neutrale Bilder), galt es zu beweisen. Dieser Beweis gelang im Rahmen von Versuchen an der Universität von Nevada. Alle drei bei den Probanden gemessenen Werte zeigten eindeutige Veränderungen im Vergleich zu den Werten bei einem neutralen Bild. Diese Ergebnisse konnten 1996 von Prof. Dick Bierman an der Universität Amsterdam erfolgreich reproduziert werden.

Psychokinese

Die für die Fragestellungen der Bewusstseinsforschung wohl interessantesten Psi-Phänomene sind die der Psychokinese, da diese nichts anderes darstellen als ein außerkörperliches „Leib-Seele-Problem“, bei dem der Grundsatz „mind over matter“ gilt. In der Physik sind diese Phänomene auch oft unter dem „Pauli-Prinzip“ bekannt, benannt nach dem Schweizer Physiker und Freund von C.G. Jung, Wolfgang Pauli. Er war berüchtigt dafür, dass seine bloße Anwesenheit Maschinen zur Fehlfunktion bringen konnte.

Begonnen haben die Experimente zur Psychokinese mit sehr einfachen Aufbauten, bei denen die Probanden einen oder mehrere Würfel so beeinflussen sollten, dass nach einem Wurf eine bestimmte Augenzahl zu sehen war. Die Metaanalyse all dieser Experimente zeigte, dass nach einer statistischen Umformung, bei welcher die Zufallserwartung 50 % betragen würde, die Trefferquote bei 51.2 % liegt. Dies mag nicht viel erscheinen, ist aber aufgrund der Menge an Experimenten (insgesamt haben 2 569 Versuchspersonen 2.6 Millionen Würfelversuche im Zeitraum zwischen 1935 bis 1987 beeinflusst) hochsignifikant, da die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um eine zufällige Abweichung handelt, bei  1:1 000 000 000 liegt.

Eine Verfeinerung des experimentellen settings zur Psychokinese-Messung ist die Einführung von Zufallsgeneratoren (im Englischen „random-number-generators (RNGs)“), um eine gewollte Abweichung von einem Zufallsprozess messbar zu machen. Diese RNG’s produzieren per Zufall eine Abfolge von 0 und 1 (oder auch +1 und –1), so dass am Ende eines normalen Testlaufs ohne bewusste Beeinflussung des Zufallsgenerators in etwa gleich viele 0 und 1 produziert worden sein sollten, es also ein 50/50 Verhältnis von „Kopf“ und „Zahl“ geben sollte. Aufgabe der Versuchspersonen war es also, den Zufallsgenerator so zu beeinflussen, dass er mehr oder weniger 0 oder 1 produzieren sollte, als man „normalerweise“ erwarten würde.

Die bekannteste dieser RNG’s ist die sog. „Schmidt-Maschine“, benannt nach ihrem Erfinder, dem Physiker Helmut Schmidt. Dieser Zufallsgenerator ist weitgehend automatisiert und in seiner derzeitigen Form sehr gut gesichert gegen Fremdeinwirkung, die den Experimentatoren so oft vorgeworfen wird. Bei all diesen Experimenten zusammen, durchgeführt in einem Zeitraum von 1959 bis 1987, konnte ähnlich den Würfel-Experimenten wiederum ein geringer, aber eindeutiger Effekt im Sinne einer Abweichung von der Zufallsvorhersage gemessen werden.

Ein anderes interessantes Experiment beruhte auf der Theorie, dass ein Zufallsgenerator beeinflusst werden kann, wenn sich viele Menschen gleichzeitig auf ein und dieselbe Sache konzentrieren, ohne dass dies jener Zufallsgenerator sein muss. Damit wollte man dem sog. „Feldbewusstsein“ (oder auch „kollektivem Bewusstsein“), in Anlehnung an die transpersonale, spirituelle und Jung’sche Psychologie, auf die Spur kommen. Und tatsächlich wurden z.B. bei der Übertragung zweier Oskarverleihungen und des „Superbowl“ Abweichungen von der Zufallsfolge beobachtet, wenn die Spannung am Bildschirm stieg, also z.B. vor der Verkündigung des Preisträgers oder während eines gewagten Spielzugs. Andererseits blieben Testläufe des RNG’s vor und nach den besagten Ausstrahlungen im Zufallsbereich.
Interessant ist auch die Tatsache, dass Menschen anscheinend spüren, wenn sie von jemandem (im verfeinerten Versuchsaufbau über ein Videosystem) angestarrt werden, ohne dass sie dies kognitiv wahrnehmen könnten, wie in über vierhundert derartigen Experimenten bewiesen werden konnte. Die Metaanalyse ergab eine 13 % über der Zufallserwartung von 50% (weil es eine einfache JA/NEIN Entscheidung ist) liegende Trefferquote, mit einer Zufallswahrscheinlichkeit von 1:3 800 000. (vgl. Radin, 1997)

Psychokinese in nicht-menschlichen Systemen

  All die bisher genannten Experimente waren auf einer Mensch-Maschine oder Mensch-Mensch Ebene aufgebaut, doch stellte man sich bald die Frage, wie sehr Tiere in der Lage sein würden, Psychokinese zu erzeugen. So hatte z.B. Hans Schmidt (1970) die Idee, mit einer Katze zu experimentieren, die während der Versuche in einem Verschlag gehalten wurde, der mit einer 200-Watt Lampe ausgestattet war, deren Ein- bzw. Ausschaltphasen wiederum von einem Zufallsgenerator gesteuert waren. Da die Innentemperatur des Verschlags ohne eingeschaltete Lampe ca. 0 Grad Celcius betrug, war die Theorie, dass die Katze den Zufallsgenerator so beeinflussen würde, dass er mehr Einschaltphasen produzieren würde. Dies konnte für die ersten Versuchsläufe sehr gut bestätigt werden. Schmidt führte weitere Experimente mit Küchenschaben durch, die durch einen Zufallsgenerator leichte Stromstöße erfuhren. Zwar zeigte die produzierte Zahlenfolge Abweichungen von der Zufallserwartung, doch waren diese Abweichungen interessanterweise zum Nachteil der Kakerlaken, da sie überzufällig viele Stromstöße erhielten. (vgl. Schmidt, 1970)

Ein anderes interessantes Experiment wurde von René Peoc’h (1995) gestartet, in welchem er 80 Gruppen zu je 15 Küken in einem Käfig in einen dunklen Raum setzte, wo sich auch ein Roboter mit einer Lichtquelle befand, dessen Bewegungen im Raum wiederum durch einen Zufallsgenerator gesteuert wurden. Basierend auf der Annahme, dass die Küken Licht bevorzugen würden, glaubte Peoc’h, dass der Roboter sich bei Anwesenheit der Küken länger in dem Teil des Raumes aufhalten würde, in dem diese gehalten wurden. Und tatsächlich zeigte der Roboter eine überzufällige „Bevorzugung“ des mit den Küken besetzten Raumteiles, wenn diese im Raum waren

 (in 57 von 80 Durchgängen, also in 71% der Fälle), andernfalls verhielt er sich dem Zufall entsprechend. (vgl. Peoc’h, 1995)

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen und den Versuchen von Marcel und Monique Odier, die bei Experimenten mit einem Hibiskus herausfanden, dass dieser den von einem Zufallsgenerator gesteuerten Leuchtzyklus einer ihn beleuchtenden Lampe steuern konnte, kam bei dem österreichischen Physiker Prof. Dr. Johannes Hagel (2001) vom „Institut für Psycho-Physik (IPP)“ in Genf-Köln bald die Frage auf, ob Psi bzw. Psychokinese nicht auch in unbelebten Systemen möglich sei. Um diese Frage zu beantworten entwarf er einen ersten Versuchsaufbau, bei dem er eine Spielzeugeisenbahn im Kreis fahren ließ, wobei sich der Kreis an einer Stelle in eine Innenbahn und eine Außenbahn teilte. Die Weiche wurde wiederum durch einen Zufallsgenerator gesteuert, der von der Eisenbahn per Lichtschranke abgefragt wurde. Fährt sie innen passiert nichts, fährt sie auf der Außenbahn, so wird sie abrupt umgepolt, ein wenn man will „traumatisches“ Ereignis für die Eisenbahn. In den ersten Versuchen und Replikationen mit der 100 000 Kreisfahrten fahrenden Eisenbahn zeigte sich nun deutlich, dass diese die Innenbahn „bevorzugte“, wo ihr keine „Bestrafung“ drohte. In weiteren Verfeinerungen des Versuchaufbaus, bei der es nur noch eine Kreisbahn gab, um Zentrifugalkräfte bzw. Beeinflussungen durch die Weiche auszuschließen, wurden ebenfalls von der Zufallserwartung abweichende Ergebnisse erzielt, der RNG verhielt sich anders, wenn eine Eisenbahn auf den Schienen fuhr als er dies in Kontrollläufen ohne Eisenbahn tat.

Um auch weitere Einflüsse von außen, wie z.B. den aus der Quantenphysik bekannten „Beobachtereffekt“, bei dem ein bewusster Beobachter eines Systems dessen Eigenschaften durch seine bloße Beobachtung ändert (vergleichbar der „Heisenbergschen Unschärferelation“), oder mechanische Größen möglichst auszuschließen, wurde das Experiment in mehreren Replikationen immer wieder modifiziert, so dass teilweise auch mit sich gegenseitig beeinflussenden Oszillatoren statt mit einer Eisenbahn gearbeitet wurde. Diese Oszillatoren konnten sich nach Abfrage eines Zufallsgenerators einen Stromschlag erteilen, je nachdem ob er eine 0 oder 1 produzierte. Bei allen diesen Versuchen zeigte sich wiederum ein deutlicher, nicht zufälliger Effekt. Es scheint, als ob die getesteten Systeme destruktive Einflüsse vermeiden würden, um sich selbst stabil zu erhalten. (vgl. Hagel, 2001, 2002) 

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Quelle: u.uni-klu.ac.at

Schweinegrippe vorbei

November 28, 2009

Ärzte sehen das Ende der ersten großen Schweinegrippe-Welle. „Vermutlich ist die große Infektionswelle schon vorbei.“ Bis zu 4,8 Millionen Deutsche sind aber inzwischen geimpft. Schon jetzt rechnen die Länder damit, auf einem erheblichen Teil der 50 Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben.

Es gibt erste Anzeichen, dass der Scheitelpunkt der Schweinegrippe-Welle erreicht  ist. In Bayern, wo die zweite Welle ihren Anlauf nahm, geht die Zahl der Patienten,die wegen akuter Atemwegserkrankungen zum Arzt gehen, schon seit zwei Wochen zurück.

„Das ist ein zarter Trend“, sagt die Sprecherin des Robert Koch-Instituts, Susanne Glasmacher, zum SPIEGEL. Inzwischen scheint sich die Lage aber auchin den nördlichen Ländern zu entspannen. Die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, Doris Schrage, sagt: „Vermutlichist die große Infektionswelle schon vorbei.“

Die Ruhe nach dem ersten Sturm genießen auch die Mitarbeiter im hannoverschen Kinderkrankenhaus auf der Bult. „Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war“, sagt Chefarzt Thorsten Wygold dem SPIEGEL. Der Kinderarzt Heiko Krude am Berliner Virchow-Klinikum glaubt, dass die Mediziner das Seuchengeschehen im Griff haben. „Die Symptome sind weitgehend mild, wir haben keine Knappheit bei Intensivbetten oder Beatmungsgeräten.“

Bis zu 4,8 Millionen Deutsche, darunter Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, sind inzwischen geimpft. Ein Präparat für die dritte Risikogruppe, die Schwangeren, soll in der kommenden Woche zugelassen werden.

An diesem Dienstag wollen die Landesgesundheitsministerien nach SPIEGEL-Informationen beraten, wie dringend sie der gesunden Bevölkerung die Impfspritze empfehlen wollen.

Insbesondere soll es um die Frage von Massenimpfungen in Betriebengehen. Schon jetzt rechnen die Länder damit, auf einem erheblichen Teil der 50 Millionen Impfdosen sitzen zu bleiben.

„Wir wollen jetzt beim Hersteller Glaxo-SmithKline ausloten, ob wir wirklich alle Dosen abnehmen müssen“, sagt ein mit den Vertragsverhandlungen vertrauter Ministerialer dem SPIEGEL.

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Quelle: mmnews.de

Boston/ USA – Laut einer Meldung des deutschen Nachrichtenmagazins “Der Spiegel” kommt eine deutsch-amerikanische Studie zu dem Ergebnis, dass ein intensives Yoga-Übungsprogramm zu einer deutlichen Stresslinderung und zu einer signifikanten Erhöhung der grauen Substanz im Gehirn führen kann.
 
Der “Spiegel” beruft sich dabei auf Informationen zu einer noch nicht publizierten Studie der deutschen Psychologin Britta Hölzel und ihrer Kollegin Sara Lazar am Massachusetts General Hospital (MGH), die auch die physiologischen Auswirkung der alt-buddhistisch-hinduistischen Übungen (u. a Zazen und Vipassana), die unter Psychologen auch als “achtsamkeitsbasierte Stressreduktion” bekannt sind, auch mittels Kernspin-Aufnahmen der Probanden belegen können.
Nach acht Wochen führe das Übungsprogramm zu deutlichem Stressabbau und zu einer zunehmenden Dichte der grauen Substanz in Schlüsselbereichen des Gehirns. Durchgeführt wurde die Studie an 26 Frauen und Männern, die extrem gestresst waren, jedoch noch nie zuvor meditiert hatten.

Das Ergebnis, so die Meldung, lege nahe, (dass) die kognitive Belastbarkeit dank regenerierter und neuer Nervenzellen wieder gestiegen ist. “Ein gestresster Mensch”, sagt Hölzel im Spiegel, “kann sein Gehirn durch Meditation regelrecht umtrainieren.”

Somit stützen auch Hölzels Forschungsergebnisse die so genannte Neuroplastizitäts-Theorie, wonach sich Gehirn-und Nervensystemsfunktionen während des gesamten Lebens verändern können, je nach dem wie und ob man diese gezielt diesbezüglich gedanklich trainiert.

Schon zuvor konnte Sara Lazar nachweisen, dass durch Meditation die Stärke der Hirnrinde in Bereichen, die für die Aufmerksamkeit und für sensorische Prozesse zuständig sind, zunimmt – ebenso der präfrontale Cortex In einem anderen Experiment, ebenfalls von 2005, konnten Forscher um Bruce O’Hara von der University of Kentucky (UK) zeigen, wie sich Meditation auf die mentale Schärfe auswirkt. Im “psychomotorischen Wachsamkeitstest” sollten die Versuchspersonen immer dann eine Taste betätigen, sobald auf einem Bildschirm ein Bild angezeigt wurde. Dabei hatten die Forscher herausgefunden, dass Meditation nicht nur ein wohltuendes Gefühl und Ruhe hervorruft, sondern auch die Leistungsfähigkeit erhöht sowie die Struktur des Gehirnes verändert. Normalerweise brauchen Menschen für die geforderten Reaktion 200 bis 300 Millisekunden – übermüdete Personen wesentlich länger, wenn sie nicht sogar einzelne Impulse ganz verpassen. Die Probanden wurden einmal zu Beginn des Tests und dann 40 Minuten später erneut geprüft. Die 40 Minuten dazwischen verbrachten die Testpersonen mit unterschiedlichen Betätigungen, wie Schlaf, Meditation, Lesen oder Gesprächen. Wie sich zeigte, war die Meditation die einzige, mit der ausnahmslos eine sofortige Leistungssteigerung erreicht werden konnte, obwohl keiner der Freiwilligen je zuvor Erfahrung mit Meditation gemacht hatte.
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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com